diagnose

Es ist wichtiger zu wissen, was für ein Mensch eine Krankheit hat, als zu wissen, was für eine Krankheit ein Mensch hat.Hippocrates (460-377 A.C.)

Im Ayurveda steht der Mensch mit seiner individuellen Ausprägung der Symptome im Vordergrund. Zusätzlich zur schulmedizinischen und naturheilkundlichen Diagnostik wie Laboruntersuchungen (auch Vollblutanalysen und Dunkelfeldmikroskopie) nutze ich ayurvedische diagnostische Möglichkeiten, wie z.B. Konstitutionsanalyse, Zungen- und Pulsdiagnose.

Die ayurvedische Diagnose gliedert sich grundsätzlich in eine Untersuchung des Patienten (rogi-pariksha), eine Untersuchung der Krankheit (roga-pariksha), sowie in die Gegenüberstellung der Widerstandskraft des Patienten und der ‚Stärke‘ (Gesamtkraft) der Krankheit (bala-pramana-jnanam), was prognostische Bedeutung hat.

Die Lebensweise und die Ernährung (vihara, ahara) werden genau untersucht, sowie Merkmale von nidra (Schlaf), agni (Verdauungsfeuer), kostha (Stuhl) und Verträglichkeiten detailliert analysiert. Hier gilt es v.a. milieuverändernde Faktoren herauszufinden (z.B. durch nicht konstitutionsgemässe Ernährung/Lebensweise) sowie den aktuellen Zustand von Verdauungskapazität und Aufnahmekapazität (agni) als auch der ‚Sensibilität des Darmes’ (koshta) zu ermitteln.

Das Eingehen auf diese subtilen Veränderungen im Milieu macht Ayurveda zu einer wertvollen Methode der Prävention, während die Schulmedizin in diesen Vorstadien einer Erkrankung oftmals keine messbaren Abweichungen von Laborwerten etc. feststellen und daher auch nicht eingreifen kann.